Die Idee zu dieser Seite kam eigentlich zufällig:
Im Juli 2002 habe ich mir endlich meine Wetterstation bei ELV bestellt. Als Technikfreak lag mir dieses "Ding" schon lange in der Nase. Die mitgelieferte Originalsoftware konnte mich in ihrem Funktionsumfang nicht begeistern und ich wollte die Sache "verbessern". Bei dem Versuch eine Auswertung in Exel zu schreiben, stieß ich mit meinen spartanischen Kenntnissen schnell an meine Grenzen und suchte nun nach etwas Fertigem. Über irgendeine Suchmaschine fand ich die PC-Wetterstation - Bedien- und Auswertesoftware, (Shareware, 15€) von Werner Krenn. Das Programm gefiel mir ganz gut und funktionierte auch auf Anhieb. Zunächst interessierte ich mich nicht für die eingebauten Internetfunktionen , fand die Sache dann aber doch ganz spannend. Warum eigentlich nicht? Die Wetterstation war da, die Software gab´s her, DSL-Flat war vorhanden und eine ungenutzte ".de Domain" hatte ich auch - die Idee zu wunderwetter.de war fertig!

An der Station (WS2000-PC V2.4) betreibe ich die standardtmäßig mitgelieferten Funksensoren:
Das zugehörige Funkinterface ist seit kurzem an einem PII 400 MHz angeschlossen, welcher nur für die Wettermeßwerte und Kamerasteuerung und natürlich den Upload der gewonnenen Daten im Einsatz ist. Der Betrieb an meinem "großen Rechner"(ein P4 2,4 GHz ist dafür auch völlig überdimensioniert) brachte z. B. Probleme bei der Videobearbeitung oder Brennen von CD´s durch die automatischen Zugriffe auf`s Internet.
Am 05.12.2003 mußte ich einen schweren Schicksalsschlag für meine bis dahin recht gut funktionierende Wetterstation einstecken: Beim Entflechten der immer dicker werdenden Kabelbäume und Staubwischen vor Weihnachten in meinem "Rechenzentrum" stürzte die nur provisorisch gesicherte Empfangseinheit vom obersten Regal und gab ihren Geist auf. Die Fehlersuche lief leider erfolglos und Ersatz kam am erst 07.01.2003. Somit habe ich die ersten kalten Tage im Dezember und (sehr ärgerlich!!!) die starken Regenfälle zum Jahreswechsel, die für das Hochwasser der Unstrut sorgten und damit zur Evakuierung von Leubingen (nur ca.10 km entfernt) führten, nicht erfaßt.
Die trostlose Wartezeitzeit ohne meine Meßwerte nutzte ich zur Errichtung des schon lange geplanten Mast`s für den Windmesser. Probleme bereitete mir der alte Standort , da ich durch Wohnhäuser, Scheunen und ein paar hohe Bäume "eingekreist" bin. Durch die dadurch auftretenden Luftverwirbelungen war die angezeigte Windrichtung so gut wie nicht zu gebrauchen.
Ich verwende nun einen 10m Aluminium-Teleskopmast der in meiner Scheune montiert ist und das Dach ca. 7,50m überragt. Bei dieser Länge mußte ich das Ganze natürlich noch abspannen(Windlast!). Dazu nahm ich 3mm-PVC-Wäscheleine mit Stahlseele aus dem Baumarkt.
Um nicht bei den jetzt im Frühjahr wieder zunehmenden Gewittern die "ganze Bude" abzufackeln, habe ich den Mast vor einigen Tagen endlich (entsprechend DIN V ENV 61024-1 mit einem Staberder, 16mm verzinktes Rundmaterial, 2,5m lang) geerdet. Die Ableitung selbst wurde in 16mm2mehrdrähtigem Kupfer ausgeführt.
Nun werden die Werte für die Windgeschwindigkeit exakt angezeigt und die Windrichtung stimmt mit der Wetterfahne auf unserem Kirchturm überein.

Seit Anfang des Jahres ist auch die neue Version der Wetterkamera im Einsatz. Die Videokamera ist nun 100% wasserdicht (dürfte sogar schwimmfähig sein) in Kunststoff - Abwasserrohren (KG) untergebracht. Das Stecksystem mit den integrierten Dichtungen und der Vielzahl an Durchmessern und Reduzierungen erschien mir gut geeignet. Einen Designerpreis werde ich mit dieser Lösung sicherlich nicht gewinnen, aber das noch fehlende Sonnenschutzblech aus VA- oder Alublech wird nochmal ein paar Punkte bringen.
(15.06.03: Die Sonnenblende aus 0,5mm Alu ist montiert, Dank an die Fa. Metallbau Bierbach aus Wundersleben und ihre fähigen Mitarbeiter, die mein Projekt unterstützen)
Erste Versuche mit einer WebCam scheiterten an der Bildqualität, verursacht durch Übersteuerungen bei Sonnenlicht. Ich benutze nun eine ältere Videokamera mit defektem Kassettenlaufwerk, die ich bei eBbay ersteigert habe (17 €). Das Videosignal wurde drahtlos mit einem Funkübertragungssystem für 49 € zum PC übertragen und über eine USB Capturebox eingespeist.

Die Kamera hatte ich zusammen mit der Stromversorgung in einem isolierten Gehäuse untergebracht. Die eigene Verlustwärme und die des Netzteils reichten aus, um eine ca. 20 Grad höhere Temperatur im Inneren gegenüber der Umgebung zu erreichen. So konnte ich auf eine zusätzliche Heizung verzichten, da sich der gesamte Aufbau auf dem ungeheizten Dachboden befand. Um die Sichtscheibe des Gehäuses beschlagfrei zu halten, wälzte ich die Luft zusätzlich mit einem CPU-Lüfter aus einem alten PC um, welcher auf das Acrylfenster gerichtet war.
Der Versuch, die Kamera über eine Schaltuhr nur am Tag einzuschalten scheitert an der Kamera selbst: bei Anlegen der Versorgungsspannung wird mit autom. Weißableich und Autofokus gestartet . 
Um einen halbwegs brauchbaren Bildauschnitt an dem gewählten Standort zu erhalten ohne dabei die Fenster der Nachbarn mit zu beobachten, mußte ich das Objektiv auf "Tele" einstellen. Dadurch stellt sich die Kamera z.B. auf Regentropfen auf der Fensterscheibe scharf und die Aufnahmen sind unbrauchbar.
Bei dem jetzt gewählten Aufstellungsort ist die Kamera auf extremen Weitwinkel eingestellt und die Sichtscheibe des Gehäuses befindet sich nur knapp 5mm vor dem Objektiv. Somit stören Tropfen nicht mehr.
Die nun auftretenden Übersteuerungen am Vormittag bekomme ich trotz UV-Filter bei der Süd-Ost-Ausrichtung nicht in den Griff. Durch den jetzt stetig steigenden Sonnenstand verringert sich aber dieser Mangel und ich will zunächst zufrieden sein.
Vielen Dank an dieser Stelle an Uwe von http://www.elbewetter.de.vu für den Tip, einen Camcorder zu verwenden.

Seit dem 25.02.2003 erfasse ich auch die Globalstrahlung und Sonnenscheindauer. Dazu modifizierte ich einen Original-Temperatursensor von ELV, indem ich den vorhandenen Temperaturfühler gegen einen Fotowiderstand in Kombination mit zwei Spindel-Trimmpotentiometern a 5kOhm bzw. 100kOhm ersetzte. Als Gehäuse benutze ich eine in der Elektrotechnik gebräuchliche Feuchtraum-Verteilerdose. Der Fotowiderstand wurde unter einer blauen Kunstoffkappe wetterfest verklebt. Diese Kappe, welche als Diffusor dient, sollte nach meinen Experiementen jedoch nicht zu lichtdurchlässig sein, ist in der Beschaffenheit aber ehr unkritisch. Hier ist ausprobieren angesagt. Die besten Ergebnisse erziehlte ich mit dem Verschluß von Domestos - WC -Reiniger und einer zweiten Spraydosen-Kappe darunter. Nachdem der Sensor mittels einem VA-Blechstreifen auf einem Ziegel befestigt war, wurde er in direkter Südrichtung auf dem Dach montiert. Der genaue Abgleich erfolgt zunächst über die Spindelltrimmer und dann in der für solche "Sachen" vorbereiteten Software der Wetterstation.
Mittlerweile habe ich die "Dachziegel-Variante" verworfen und den Solarfühler an der Mastspitze des Windmessers montiert.
Zur Ansteuerung des Ganzen verwende ich, wie schon erwähnt, die PC-Wetterstation - Bedien- und Auswertesoftware von Werner Krenn. Das funktioniert seit der Inbetriebnahme ohne Probleme.
Der Upload der aktualisierten Daten erfolgt nach dem Auslesen im Abstand von 3 min mit der Freeware FTP-Watchdog und betrifft die jeweils geänderten, neuen Werte und Grafiken sowie die Blitzdatei(jede Minute). Das Programm erfasst Änderungen von Dateien in einem vorgegebenen Verzeichnis und startet den Upload automatisch. Kurz nach Mitternacht werden die Tabellen und Grafiken für die Tages-, Wochen-, Monats-, und Jahresansichten über FTP-Uploader (Sharware, 25€) zum Server geschickt.
Für die Wetterfotos benutze ich nun VisionGS Business Edition V1.30. Die Home Edition in der für privaten Gebrauch kostenlosen Version mit gelegentlichen Werbeeinblendungen des Herstellers konnte mich nach langen Test`s durch fehlerfreien Betrieb im Dauereinsatz überzeugen. Ein im Programm integrierter HTTP - Server ermöglicht die Darstellung der Livebilder. Die dafür benötigte IP - Adresse wird von Publish-My-IP, ebenfalls von lab1.de, alle 5 Minuten (bei Veränderung) aktualisiert.
Ich betreibe meine Wetterstation WS 2000 PC von ELV seit Juli 2002 ohne nennenswerte Probleme.
Die Funksensoren befinden sich in einem Radius von max.60m um das Funkinterface(Empfangseinheit) und zeigen so gut wie keine Funkausfälle.
Die zum Auslesen und Auswerten der Daten verwendete Wetterstation und Auswertsoftware, zu Zeit Version 2.82.6 - von Werner Krenn funktioniert sehr zuverlässig und ist bedeutend umfangreicher und komfortabler als die von ELV mitgelieferte Software.
Auf ein Problem möchte ich an dieser Stelle hinweisen: Der in dem von mir gekauften Komplettpaket
enthaltene Solaraußenfühler für Temperatur und Feuchte(S2000A)
weist offenbar einen herstellerbedingten Fehler auf.
Bei Temperaturen um etwa 15°C und fallender Luftfeuchte (etwa 35% und darunter) kommt es zu einem zeitweiligen Totalausfall des Sensors.
Dieses Problem trat im März 2003 bei der trockenen Witterung bei vielen ELV - Stationen verstärkt auf, wie ich im Wetterstationsforum erfahren habe.
Ich habe daraufhin den betreffenden Sensor mit der batteriebetrieben Version von ELV vom Typ ASH 2000 ersetzt. Dieser Fühler zeigt die Luftfeuchte von 20% bis 99% an. Darunter liegende Werte werden nicht erfaßt, der Sensor selbst fällt aber nicht aus.
Dies sollte eventuell bei der Neuanschaffung einer solchen Station berücksichtigt werden, da ich nicht weiß, ob ELV auf die Reklamationen reagiert hat und nun eine modifizierte Version vertreibt.
Als Antwort auf Fragen nach Erfahrungen mit anderen Wetterstationen möchte ich auf folgende Seite verweisen: www.wetterstationen.info. Diese Seite befaßt
sich sehr eingehend mit allen gängigen Wetterstationen für private Anwender und bietet umfassende Informationen und Erfahrungsbericht. Im dortigen Forum findet man auch viele Antworten zu Hard- und Software, Hilfe bei Problemen und Bauanleitungen für Zusatzsensoren.